Die Eingewöhnung

 

Die Zeit der Eingewöhnung ist ein  sensibler Abschnitt für alle Beteiligten. 

Das Kind wird sich nun in einem  neuem Umfeld zurecht finden und eine Beziehung zu einer neuen/weiteren Bezugsperson aufbauen. 

Um den Übergang in die Tagespflege so harmonisch und stressfrei wie möglich zu gestalten, ist es uns sehr wichtig dafür die optimalen Rahmenbedingungen zu schaffen und dem Kind dafür die nötige Zeit zu lassen, die es braucht. Das erste Treffen dient lediglich dem Kennenlernen, in dem Ich mehr über bisherige Gewohnheiten, eventuelle Krankheiten oder Besonderheiten des Kindes erfahre. Wir gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Model. In den ersten Tagen wird das Kind von Mutter, Vater oder einer anderen Bezugsperson begleitet. Es hat stets eine sichere Anlaufstelle, einen sicheren „Hafen“, wenn es die Nähe der Bezugsperson braucht. In dieser Zeit nimmt die Tagespflegeperson vorsichtig Kontakt, meist über Spielangebote zu dem Kind auf, ohne es dabei zu drängen. Die Bezugsperson zieht sich nach und nach immer mehr in den Hintergrund. Erst wenn wir merken, dass das Kind immer freier in seinem Spiel wird, den Bewegungsradius vergrößert und immer weniger Rückzug in den sicheren Hafen, also der Bezugsperson braucht, wagen wir in enger Absprache den ersten kurzen Trennungsversuch von ungefähr einer halben Stunde. Die Bezugsperson bleibt in unmittelbarer Nähe, so dass sie jederzeit binnen kürzester Zeit zu erreichen ist.  Die Phasen der Trennung werden nach und nach ausgeweitet, da sie sehr anstrengend für das Kind sind und es durch die vielen neuen Eindrücke schnell ermüdet. Die Eingewöhnungsphase ist erst beendet, wenn sich das Kind von seiner Tagespflegeperson trösten und beruhigen lässt, sowie ein entspanntes Spielverhalten zeigt.